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Ist es Zufall, dass ich zum Fest der Liebe zu Gast bei einer außergewöhnlichen Familie bin?

Kennt ihr das? Ihr trefft Menschen und nichts ist in Frage gestellt. Alles ist stimmig. Alles stimmt und wird mit vielen kleinen Mosaiksteinen bestätigt.

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So geht es mir mit Sascha Dreger.

Wer kennt ihn nicht, den sympathischen Menschen, der über die Aktivitäten Dietzenbach mit Wort und Bild für die Dietzenbacher Stadtpost und Offenbach Post berichtet.

Persönlich wurde mir Sascha in den Eckertschen Höfen im Sommer 2015 durch Reiner Wagner vorgestellt. Seither kreuzten sich häufiger unsere Wege .

„Das ist Kathrin, meine Frau,“ stellte mir Sascha im Theater schöne Aussichten vor und ich dachte: „Ja, das passt.“ Beide Menschen haben etwas Gütiges im Blick, jedoch bei beiden war neben der Güte auch noch eine ordentliche Portion Schalk dabei.

Jetzt ist es endlich soweit.
Diese beiden Menschen haben mich eingeladen.
Ich bin sehr gespannt, was mich erwartet.

Im Hof wurde ich schon von Tobias dem jüngsten Sproß erwartet.
Mit ernstem Gesichtchen, umrahmt von einer roten Zipfelmütze, winkt Tobi nur zögerlich zurück.
Sein großer Bruder Fabian kam dazu.
Auch er hatte sich mit einer roten Nikolausmütze für mich hübsch gemacht.
Was für ein Anblick.
Ich war gerührt.
Pauline meine kleine Jack Russell Hündin brach sofort das Eis, sprang aus dem Auto und begrüßte die beiden Jungs wie alte Freunde.
„Wer bist du,“ fragte mich Tobi.
Bevor ich antworten konnte gesellte sich Kathrin dazu: „Das habe ich dir doch erzählt. Ab heute ist die blaue Bank bei uns zu Besuch und feiert mit uns Weihnachten und Sylvester.“

So richtig zufrieden war der kleine Junge noch nicht.
Sascha zog den Reißverschluss seiner Jacke zu und kam aus dem Haus.
„So Jungs. Jetzt brauche ich eure Hilfe. Könntet ihr mal mit anpacken? Fabian du hältst am besten die linke Seite der Bank und ich rechts. Nimmst du bitte die Kissen?

Ein geordnetes Durcheinander so wie es ist, wenn man nach längerer Reise wieder nach Hause kommt, oder wie hier, von der Familie bei der Ankunft begrüßt wird, mit welcher man Weihnachten feiern möchte.
Rote Nasen, großes Hallo, Umarmungen und freudige Aufregung.
Es ist für mich immer wieder ein Phänomen.
Menschen wie diese Familie geben das Gefühl zuhause und willkommen zu sein.
Das ist nicht selbstverständlich in einer rauen Zeit wie dieser.
Ich schließe kurz die Augen, atme dieses Glücklichsein tief ein und lächle.

„Für dich haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht,“ sagt Kathrin während Sascha mich durch den Garten trägt.
„Wir haben uns gedacht,“ führt Sascha weiter aus, dass du unsere erste gemeinsame Wohnung beziehst, wo unsere Liebe begonnen hat.
„Die ist drüben in dem Haus meiner Tante,“ ergänzte Kathrin.
Die Kinder liefen mit Pauline als Vorhut.
Es hatte etwas von einer Prozession.
Mir wurde ganz warm ums Herz.

Das ehemalige Wohnzimmer war weihnachtlich mit dem obligaten Weihnachtsbaum geschmückt.
Viele kleine liebevolle Details waren im ganzen Raum verteilt.

Über den Stühlen die um einen langen und daneben einem runden Tisch stehen sind Hussen in Form von Zipfelmützen.
Auf einem Schild steht „frohe Weihnachten“.
„Hier werden wir morgen mit dir und der ganzen Familie Weihnachten feiern.
Gefällt dir das,“ alle schauen mich voller Erwartung an und stellen mich vor dem mit roten und weißen Kugeln festlich geschmückten Weihnachtsbaum auf.
„Ob mir das gefällt? Das ist nicht euer ernst. Ich bin entzückt, gerührt und voller Vorfreude.“

„Das war also eure erste gemeinsame Wohnung,“ nahm ich den Faden wieder auf und schaue mich um. Sascha legte mir die erste Dekoration um und erzählt eher beiläufig deren ganz persönliches, wunderbares Weihnachtswunder.

„Wir sind beide Dietzenbacher,“ erzählt Sascha, als würde er den Kindern ein Weihnachtsmärchen erzählen, und dennoch haben wir uns beide vor dem 28.11.1999 nicht bewusst wahrgenommen.
Kathrin puzzelte blaue Weihnachtskugeln aus der Verpackung und führte den Dialog weiter, als hätte ihr Mann das Stichwort dafür gegeben.
„Ich bin mit einem Bekannten am 28.11. auf den Dietzenbacher Weihnachtsmarkt gegangen.“
„Es war ein Sonntag, ich weiß es genau,“ ergänzte Sascha.
Auch ich bin mit einem Bekannten auf den Weihnachtsmarkt.
„Unsere Bekannten kannten sich,“  nur wir uns nicht und die Eheleute sahen sich voller Liebe an und lachten.
„Stimmt,“ sagte Kathrin. Unsere beiden Bekannten haben sich begrüßt,
und wir,
wir haben uns nur angesehen, ergänzte wieder Sascha den Halbsatz seiner Frau.
„Es gibt es, die Liebe auf den ersten Blick,“ sagte Sascha versonnen mehr zu sich selbst, während Kathrin die Lichterkette wie eine Perlenkette um mich drapierte und verliebt zustimmend nickte.
„Wir haben uns gesehen und alles war klar. Wir gehören zusammen.“
Beide halten kurz inne und schauen sich an, um die Erinnerungen gemeinschaftlich in eine chronologische Ordnung zu bringen.
„Der 28.11.99 war ein Sonntag.
Am Montag haben wir uns verabredet und ab da wohnte ich hier,“ sagte Sascha.
Kathrin fing an zu lachen, „stimmt und am Mittwoch hast du deine Playstation mitgebracht.
Meine Freundin merkte seinerzeit nur trocken an: „Der bringt die Playstation mit? Meine liebe Kathrin, der bleibt für immer,“ und so war es.

„Am 28.11.2004 habe ich Kathrin auf dem Weihnachtsmarkt in Dietzenbach, an der gleichen Stelle wo ich mich auf den ersten Blick in sie verliebt habe, einen Heiratsantrag gemacht.
Direkt vor der Buchhandlung Bernshausen.“
„Am 23.7.2005 haben wir geheiratet,“ führte Kathrin dieses Weihnachtswunder weiter aus. An diesem Tag haben wir kirchlich geheiratet und so steht es in den Ringen.

Wie im Märchen, dachte ich und putze mir dezent die Nase.
Alle waren irgendwie Hand in Hand damit beschäftigt mich nebenbei für das Weihnachtsfest herauszuputzen.

Die Kinder spielten mit Pauline und verwöhnten sie mit Leckeries.
Diese Familie strahlt eine unglaubliche Herzenswärme aus als auch ein Selbstverständnis an tiefer Liebe füreinander und zueinander.
Ich bin zutiefst dankbar, dass ich erneut so eine Liebe kennenlernen darf.
„Ein Weihnachtswunder hier bei uns in Dietzenbach,“ dachte ich laut. Ich freue mich so sehr, dass ihr mich eingeladen habt mit euch gemeinsam Weihnachten zu feiern.

„Und ich bin morgen ein Schaf,“ erklärte der fünfjährige Tobi ganz ernsthaft und mache mäh.
„Und ich bin ein Hirte,“ sagte der sein großer Bruder Fabian und trug seinen Text vor.
„Ihr spielt in einem Stück Schaf und Hirte,“ fragte ich interessiert.
Beide nicken eifrig.
„Morgen tragen sie gemeinsam mit anderen Kindern in der katholischen Kirche ein Krippenstück auf,“ erklärte Kathrin.“
„Drei lange Sätze hat Fabian gelernt,“ erklärte Sascha und schaut seinen 7-jährigen Spross voller Stolz an.
„Und mäh,“ ergänzte Tobi.
Ja, und „mäh“ dachte ich und schaute auf diese wunderbare Familie und hatte Tränen der Rührung in den Augen.
Ich bin mir sicher, dass ich hier noch ganz viele Eindrücke geschenkt bekomme.
Das Weihnachtswunder von Dietzenbach endet hier noch lange nicht.

Heute halte ich tief glücklich und dankbar inne.
Liebe ist die größte Kostbarkeit, die man sich schenken kann und bedarf nicht mehr als eines Herzens…

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein gesegnetes und liebevolles Weihnachten.

Eure blaue Bank

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