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Heute ist es soweit.
Die Premiere „Reise durch den Wahnsinn“ beginnt in knapp 7 Stunden.
Wie mag es den Künstlern gehen?
Soeben schrieb Reiner noch Anweisungen in die „Wahnsinns-Gruppe“.
Er scheint schon aktiv zu sein.
Hatte er nicht gestern einen Auftritt als Gailtalerin?

Meine Gefühle fahren Achterbahn.
Ich bin sehr aufgeregt.
Die letzten Monate und besonders die letzten Wochen im Countdown haben mich einen Blick hinter die Kulissen eines Theaters, unseren Theaters schöne Aussichten werfen lassen.

Wir haben ein eigenes Theater in Dietzenbach, welches vielseitige Unterhaltung bietet.
Ich bin mir nunmehr bewusst, was es bedeutet.

Theater ist mehr als nur eine „Dienst-„Leistung auf der Bühne.
Theater ist ganz viel Herzblut und Hingabe.
Wer gibt sich in der heutigen Zeit schon hin.
Schauspiel erfordert Mut sich komplett fallen zu lassen.
Seine eigene Persönlichkeit zur Seite zu schieben, um sich komplett der Rolle hinzugeben.
Das allein ist schon mutig.
Ich spreche nicht davon dass man sich auf der Bühne zum Affen macht, sondern tatsächlich auch in Rollen zu schlüpfen, die konträr zur eigenen Persönlichkeit stehen.
Das allein ist für mich schon Wahnsinn, jedoch geht die Reise durchaus weiter.

Zwangsverhalten ist doch in der Regel therapierbar, oder….?
Die Frage ist wessen…
….wessen Zwangsverhalten wird therapiert.
Dieses Stück ist wahrlich gelungen.
Der Wortwitz, das Irre der Menschheit mitten unter uns ist mehr als unterhaltsam auf die Bühne gebracht worden. Es hat keinen hochgehobenen Zeigefinger. Geschickt werden auf sehr angenehme Weise die Zuschauer im Spiel mit eingebunden, ohne aufdringlich zu sein.

Stephan Eckel in der Kombination Reiner Wagner mit den raffinierten Ingredienzien der Schauspieler bieten bei dieser Reise durch den Wahnsinn Unterhaltung mit wunderbarem Wortwitz und gelungenen Situationen.

Mit meinem Beitrag wollte ich Reiner Wagner mit seinem Theater Schöne Aussichten, seinem Team, seinen  wunderbaren Schauspieler, seinen Freunden und seiner Familie die Wertschätzung und Respekt bieten, welche allesamt definitiv verdienen. Ohne dieses Zusammenspiel von vielen engagierten Menschen wäre die Führung eines Theaters nicht möglich.

Hiermit binde ich unsere dörfliche Gemeinschaft mit ein.

Nicht du musst dich verneigen, sondern wir vor dir.
Welche Gemeinde kann schon solch ein Theater „sein Eigen“ nennen…
Ich werde es als eine kontinuierliche Verabredung in meinem Leben aufnehmen und zu jedem seiner Stücke gehen.
Es würde mich unendlich freuen, wenn ich unsere dörfliche Gemeinschaft ähnlich motivieren konnte.

Wer einmal dort war, kommt immer wieder, weil es kein Theater ist, sondern wie ein zweites Wohnzimmer mit Freunden.

Ihr merkt wie sehr mich die letzten Wochen hinter den Kulissen nachhaltig beeindruckt haben.
Ich würde mich unendlich freuen, wenn ich euch mit diesem niedergeschriebenen Blick ein wenig davon vermitteln konnte.

 

Es war mir eine außerordentliche Ehre all das mit euch erleben zu dürfen.
Ich habe wieder viel gelernt und vor allem, ich verneige mein Haupt vor dieser Zunft.
Die Leistung, die jeder Einzelne von der Entstehung bis zum letzten Vorhang erbracht hat, ist wahrlich bewundernswert.
Nach diesem Erlebnis werde ich zukünftig ganz anders Theater „konsumieren“.
Ganz bestimmt werde ich das Stück „Die Reise durch den Wahnsinn“ ganz anders konsumieren. Ich bin aufgeregt wie ein kleines Kind und freue mich sehr auf heute Abend.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich mit diesem Blick hinter die Kulissen die Vorfreude auf dieses Stück und am Theater im Besonderen  geschenkt habe.

In tiefer Verbundenheit

Eure blaue Bank

 

 

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