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Aus meiner Sommerpause gestärkt zurück bin ich voller Tatendrang und mache mich weiter auf den Weg.
Für alle die nicht wissen, warum ich mich als blaue Bank auf den Weg gemacht habe ist schnell und einfach geklärt.
Ich besuche Menschen die wie ich Wertschätzung, Respekt und soziale Kompetenz leben und schreibe darüber, um das Gute zu stärken in unserer lauschigen Gemeinde Dietzenbach.
Jetzt bin ich zu Gast bei Nicole Eck „Die Suppe und das Grün“. Diese ist eine kleine aber sehr feine Suppenbar in der Schmidtstraße 3.

„Wo möchtest du mich hin haben,“ frage ich Nicole.
„Am besten direkt vor dem Schaufenster.“
„Kann ich mich erst einmal mit dir auf Brokmeiers idyllisches Plätzchen setzen, damit wir uns ein wenig unterhalten können,“ frage ich Nicole.
Idylle draußen
„Das ist nicht ein Brokmeier Plätzchen, sondern gehört zu mir.“
Ich schaue mich um. Lange Holztische mit Bänken. Schöne Sitzkissen. Hellgrüne Sonnenschirme. Blumenarrangements runden das heimelige Bild ab.
Idylle draußen durch die Details
Idylle draußen durch die Blume
„Du passt genau hierhin,“ denke ich.
Dieser Platz, mit den Pflanzen und Dekorationen hätte durchaus auch zu Arne Brokmeier oder La Culacciata passen können.
Ob bewusst oder unbewusst zeigt mir Nicole damit, dass Sie nicht nur ein Händchen mit ihrer Geschäftsidee hat, sondern auch ein Händchen für die Gemeinschaft.
Idylle draußen Blick durch den Kaktus
Idylle draußen Blick zur Suppe
Ich trank von Nicole’s selbst gemachter Zitronenlimonade. Minze und weiteren Geschmacksnuancen boten einen ganz besonderen Limonadengeschmack der mich an meine Kindheit erinnerte.
Natürlich hat meine Oma weitaus schlichter die Limonade meiner Kindheit gemacht, jedoch ist eine selbst gemachte Limonade kein Vergleich zu den gängigen Produkten, die man als Massenware kaufen kann.
„Wie bist du auf diese Geschäftsidee gekommen,“ fragte ich und nuckelte weiter an meiner Limo und schiele auf die weiteren Angebote.
 Die Tees
Nicole lächelte verträumt: „Die Suppe hatte ich schon in der Schulzeit im Kopf.“ „Ich meine, ich wollte schon immer ein Geschäft gründen, um frisch gemachte Suppen zu verkaufen.“ „Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich seither um diese Idee herum gesponnen.“ „Exakt so wie es jetzt ist, war es seinerzeit schon in den Köpfen.“
„Wieso dann erst jetzt?“ „Die Schulzeit ist schon einige Monde her,“ grinste ich Nicole über meine Limonade hinweg an.
 Der Laden 5
„Wie das Leben so spielt.“ „Erst wollte ich eine ordentliche Ausbildung, dann Familie und Kinder und dann ist es immer ein sehr großer Schritt den Pfad eines gut bezahlten Jobs zu verlassen, um sich auf das Abenteuer Selbstständigkeit einzulassen.
„Im Februar 2014 war es dann so weit.“ „Mit meiner Schwägerin in Spe habe ich „Die Suppe und das Grün“ eröffnet.“
Mittlerweile führe ich die Suppenbar alleine.
Mensch denkt, Gott lenkt schießt mir spontan durch den Kopf.
„Ich habe wunderbare Menschen, die mich unterstützen und das geht auch,“ erklärt Nicolein wenig melancholisch.
Das Team
„Wie kann ich mir deinen Ablauf vorstellen,“ hole ich Nicole aus dem letzten Gedankengang ab.
 Angebot der Woche
Für jede Woche überlege ich mir eine vegetarische, 1 vegane und eine Suppe mit Fleisch oder Hühnchen welche ich für eine Woche anbiete.
„Kochst du für eine Woche vor?“
Pures Entsetzen zeigte sich in dem sonst sonnigen Antlitz von Nicole.
„Wo denkst du hin?“
„Ich koche täglich frisch und bleibe nur für eine Woche einem Angebot treu.“
„Um 8 fange ich an.“ „Ich bruzzle dann mit dem selbstgemachten Fond die drei Suppen mit ganz frischen Zutaten, die ich aus unserer Umgebung beziehe.“
„Das Gemüse kaufe ich auf unserem „Dietzenbacher Märktsche“ und deutet in die Richtung Gegenüber.
„Das Brot ist das ausgehobene Bauernbrot vom Bäcker Krapp.“
„Das Fleisch beziehe ich von der Metzgerei Hiller in Jügesheim.“
„Die Rindswurst kommt selbstverständlich von Gref Völsing,“ schließt Nicole die leidenschaftliche Ausführung ab.
„Die Toppings sind meine ganz spezielle Besonderheit.“ „Ich liebe die Zubereitung meiner Chutneys und Dips, die meine Suppen geschmacklich besonders abrunden.“
Das kann ich nur bestätigen. Ich habe schon einige Suppen bei Nicole gekauft und genoss, wenn sie liebevoll die jeweiligen „Toppings“ auf die Suppen garnierte.
Jetzt weiß ich auch, was die besondere Zutat war. Eine Zutat, wo man bei jedem Löffel versucht die Zutat herauszuschmecken.
„Das erste Mal kam ich zu dir, um deine über die Grenzen bekannten Brownies zu versuchen.“
„Ich lach mich kaputt,“ kichert Nicole. „Die Brownies sind wirklich sehr beliebt.“ „Ich habe Kiddies in meiner Stammkundschaft, die sich eine halbe Suppe kaufen, damit das Geld für ein Brownie reicht.“
„Es gibt aber auch sehr viele Geschäftskunden aus unserem Industriegebiet, die sich als Nachtisch einen Brownie gönnen.“ „Manchmal macht es den Eindruck, dass es sich die Waage hält, weshalb die Menschen immer wieder zu mir kommen.“ „Wegen der Suppe, oder wegen des Brownies.“
 Der Laden 4
„Ich frage erst gar nicht bevor ich mich blamiere,“ sagte ich und schielte auf die leere Brownieschale, „Die Brownies sind selbstverständlich auch selbstgemacht und frisch.“
Nicole lächelt mich gütig wie ein Kind an, welches gerade mal wieder kompletten Unsinn von sich gegeben hat und antwortet schlicht: „Selbstverständlich.“
 Die Suppenkönigin
„Selbstverständlich,“ wiederhole ich dieses schlichte Wort mit dieser hohen Wertschätzung.
„Die Suppe“ ist nicht nur eine Idee aus Kindheitstagen, sondern gelebte Überzeugung mit Liebe bis ins Detail ausgeführt.
 Der Laden 2
„Liebe,“ schießt es mir durch den Kopf.
„Die besondere Zutat ist die Liebe, mit der Nicole jede Zutat einkauft, zubereitet und als Topping abrundet.“
Das schmeckt man nicht nur, sondern spürt es mit allen Sinnen.
 Der Laden 3
Ich verneige mein Haupt vor dir Nicole. Ich freue mich an dir. Schön, dass es dich gibt.
 Nicole
Ganz herzlich
Deine blaue Bank
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