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Wir bringen Bewegung – heute um 18:30 Uhr im Stadtpark

Meine Sommerpause ist vorbei.
Eigentlich war es keine Sommerpause, denn ich war knöcheltief mit meiner Familie, der „blauen Mitfahrerbank“, mehr als beschäftigt,

Was ich mich freue, wieder in Bewegung zu sein.
Ich habe Sehnsucht danach von Gastgebern auf Händen getragen tolle Dinge zu erleben.
Da liegt nahe, dass ich der Einladung unserer SG Dietzenbach folge.

Wie oft ich an diesem Gebäude an der großen Kreuzung schon vorbeigelaufen bin.
Wie oft sah ich wie ein Voyeur durch die Scheiben tanzende Menschen in Umarmung elegant und anmutig übers Parkett gleiten.
Wie oft stand ich schon an der Ampel und schaute den Boulespielern zu, die mir das Gefühl gaben mitten in Frankreich zu sein.
Es fehlte nur noch das Franzosenkäppie, die Gitanes mit zusammengekniffenen Auge im Mundwinkel und gut gekühltem Rosè in der Hand.

Heute ist es soweit.
Ich folge der Einladung der Sportgemeinschaft Dietzenbach 1945 e.V.

Auf Händen wurde ich traditionell von dem sportlichen Christian Löffler zum Haus getragen. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorstand Georg Filla wurde vor dem Eingang der heiligen Hallen des Traditionsvereins gestellt.
Tradition hat dieser Verein fürwahr.
Nach dem Krieg wurde ein Verein geschaffen, der eine Vielzahl von Sportarten, aber was noch wichtiger ist, Menschen in vielerlei Hinsicht bewegt haben.
„In meinem Leben habe ich viele Vereine kennengelernt,“ begann ich das Gespräch.
„Lassen Sie uns gemeinsam eine Geschichte gestalten, damit ich den Dietzenbachern das Herz für unsere SG weit öffnen kann.“
„Was macht Sie aus?“ 

Ein wenig irritiert schaute mich der junge Herr Löffler an.
Wir näherten uns im Gespräch den Inhalten und Tiefe, die diesen Verein ausmacht.
Jedoch der kreative Einschuss traf mich wie ein Blitz, als Herr Löffler wie nebenbei und zu selbstverständlich sagte:
„Leistung und Wettkampf stehen für uns im Hintergrund.“
Das soziale Miteinander und Füreinander für Mama, Papa schlicht der ganzen Familie ist für uns das oberste Ziel.“
„Darauf versuchen wir alles abzustimmen.“

Ich schaute ihn an und hatte fast Pipi in den Augen.
Es gibt so viele wunderbare Menschen in Dietzenbach, die sich zwei Beine ausreißen, um andere glücklich zu machen und ich schaue in die Augen von zwei davon.
(Links im Bild Herr Filla. Rechts im Bild Herr Löffler)


Herr Filla zwinkert mit den Augen und sagte:

Sie sollten mal zum Tanzen kommen.
„Wir sind eine tolle Truppe.“
„Jedes Mal gehe ich nach dem Training mit einem glücklichen Lächeln nach Hause.“
„Ich habe zwei Stunden Sport gemacht und wirklich Spaß gehabt.“
„Außerdem meine Liebe, ist es nie verkehrt auch auf dem Tanzboden der offiziellen Anlässe eine gute Figur zu machen.“

Ich winkte ab.
„Wem sagen Sie das.“
„Ich war am Wochenende bei einer tollen Hochzeit und habe „Rücken“ vorgeschoben, um mich nicht auf der Tanzfläche göttlich zu blamieren.“
Die Standards sind halt schon viele Monde her….

Ich griff das Thema der Familien wieder auf und lenkte ein wenig von meinem tänzerischen Unvermögen ab.
„Berührt hat mich Ihre Aussage Miteinender und Füreinander.“
„Ein Verein der nicht Leistung und Wettkampf, sondern den Mensch in den Vordergrund stellt, ist erfrischend.“
„Ich habe bislang die Vereine nur in Verbindung mit dem Siegertreppchen und Aufstieg erlebt.“

„Wie zeigt sich Miteinander und Füreinander bei der SG genau,“ wollte ich wissen
„Ich habe sofort das Bild des Kuchenbackens, Salatemachens und Thekendienstes vor meinem inneren Auge.“

Herr Löffler lachte schallend. „Selbstverständlich gehört auch dieses Kopfkino dazu.“
„Was wir bei der SG konstant weiterentwickeln, ist der Bedarf und die Bedürfnisse der Menschen und nicht der MITGLIEDER per se.“

„Natürlich leben wir durch die Anzahl der Mitglieder, jedoch ist dies eher die logische Konsequenz, wenn wir den Bedarf gedeckt und die Menschen überzeugt haben.“
Bei uns können Sie so lange sie wollen ohne Mitgliedschaft unser Spektrum nutzen.

„Letztes Jahr haben wir z.B. eine Umfrage getätigt, um den Bedarf konkret bewerten zu können.“
„Wir waren verwundert, dass die Bedürfnisse in ganz profanen Bereichen und nicht in Trendsportarten angesiedelt sind.“

„Es ist wichtig, dass die Familie gemeinsam deren sportlichen Aktivitäten nachkommen können, ohne bspw. Spross 1 um 14 Uhr zum Verein nach A zu kutschieren, Spross 2 um 14:30 nach B, selbst keinen Sport, weil Spross A alsbald wieder abgeholt werden muss.“
„Bei der Umfrage hat sich deutlich ergeben, dass neben dem organisatorischen Aufwand auch EIN Verein gewünscht wird, der allen alles bietet und nicht 5 Mitgliedsbeiträge und die Reise nach Jerusalem.“

„Einer bleibt immer auf der Strecke.“ „Das sehen wir anders und arbeiten konstant an der Optimierung.“
„Wenn die Kinder im Bett sind müssen sich meist die Familien entscheiden, wer bei den Kindern bleibt, damit einer zum Sport gehen kann.“
„Wir versuchen unsere Familienangebote so zu legen, dass alle zeitgleich im Verein betreut werden können und danach das Vereinsleben mit allen Sportlern stattfindet.“
„Auch das ist uns ein erstrebenswertes Ziel im Miteinander und Füreinander. “
„Wir möchten alle Bereiche miteinander verbinden.“
„Wir Fussballer, oder wir Yoga,Tanzen, Handball was auch immer, entwickeln wir immer mehr ins WIR bewegen uns in unserem Verein SG.“
„Der soziale Austausch ist uns wichtig.“ „Wir feilen an einem neuen Leitbild, um das näher zu bringen.“
„So arbeiten wir gerade an einem Konzept, die Betreuung in der Familienarbeit weiter auszubauen, damit ein Familiensport entstehen kann, ungeachtet der sportlichen Inhalte.“

„Ich mache das an einem Beispiel fest.“
„Familie Dutiné ist der Klassiker.“
„Vor vielen Jahren kam Frau Dutiné mit den beiden Töchtern zum Kinderturnen.“
„Heute ist Frau Dutinè Trainerin und Abteilungsleiterin Turnen und Mitglied des Hauptvorstands.“
„Herr Dutinè ist Trainer der Kinderleichtathletik.“
„Beide Töchter sind Co-Trainerinnen.“ „Die ältere der Beiden erarbeitet sich gerade den Trainerschein.“

„Das geht wahrlich über das übliche Backe-Backe-Kuchen und Thekendienst hinaus.“
„Davon kannst du ausgehen,“ lächelt mich Herr Löffler mit Stolz an.
„Wir reden davon, dass ein Trainerschein ein halbes Jahr über 120 Lerneinheiten an Wochenenden mit Prüfung fundiert erarbeitet wird.“
„Parallel wird vermutlich unter der Woche dennoch selbst trainiert und Training gegeben.“
„Das ganz normale Leben wie arbeiten oder Studium wird es vermutlich auch noch geben,“ formulierte ich laut denkend.
„Wir sorgen für ein gutes Klima, damit die Menschen gerne zu uns kommen und gerne bei uns verweilen.“
„Das ist neben der unternehmerischen Planung unser höchstes Ziel.“
„Wenn ich mir die Bilderbuchkarriere der Familie Dutinè anschaue, haben Sie alles richtig gemacht.“

„Morgen gehen wir in den Stadtpark.“
„Gemeinsam mit der Stadt Dietzenbach starten wir das spannende Projekt „Dietzenbach in Bewegung.“
„Was passiert dort,“ wollte ich wissen.
„Die Stadt wird eine Eröffnungsrede halten.“
„Verschiedene Dietzenbacher Firmen sind eingeladen.“
„In einer Vorführung stellen wir Calisthenics im Park vor.“
„Zwei ausgebildete Profis zeigen, wie mit diesen Geräten nur mit dem eigenen Körpergewicht im Park trainiert werden kann.“
„Danach werden Workshops angeboten, damit die Besucher sich und die neue Bewegung im Park  ausprobieren können.“
„In anderen Ländern ist es normal in der Öffentlichkeit und an der frischen Luft zu trainieren.“
„Wir erweitern unseren schönen Stadtpark um diese Möglichkeit.“

„Ich Plumpaquatsch soll mich mit Klimmzügen an einer Stange abquälen und auf die Knochen blamieren?“ „Ich mache ja schon viel, aber das nicht.“

Meine Gastgeber rutschen vor Lachen von der Sitzfläche.

„Plumpaquatsch ist witzig.“
„Ich verspreche Ihnen, Sie werden sich nicht blamieren.“
„Im Gegenteil.“
„Das ist unsere Wertschätzung.“
„Wir erwarten keine Sportler, sondern Bewegungswillige.“
„Allen bewegungswilligen Menschen bieten wir die individuelle Entwicklung.“
„Vom Supersportler bis zum Plumpaquatsch konnten wir bislang alle glücklich machen und Bewegungen schaffen.“
„Diese Klaviatur spielen wir sehr professionell.

„Das schaue ich mir an.“
„Wann geht es los?“

Morgen, 9. August um 18:30 Uhr im Stadtpark.“

„Ich bin dabei und werde weiter berichten!“

 

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Liebenswerte Bescheidenheit

Bei meinem Besuch über Weihnachten und Sylvester im Hause Dreger’s wurde viel fotografiert.
So habe ich Sascha kennengelernt.
Für die Dietzenbacher Stadtpost und Offenbach Post ist Sascha zeitgleich mit der Kamera im Einsatz, wie ich in unserer Gemeinde unterwegs bin.
Zufall?
Daran glaube ich schon lange nicht mehr.

(Bitte anklicken. Musik zur Geschichte…) Read More

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1. Versteigerung der blauen Bank

Die Zeit der Besinnung ist gekommen, auch für die blaue Bank.

Erstmalig werde ich, die blaue Bank, zur Versteigerung angeboten.
(klickt das Wort Versteigerung an, wenn ihr bieten möchtet)
Warum Versteigerung?
Ich möchte zu Weihnachten einer älteren Dame aus Dietzenbach eine unerwartete Freude bereiten.
Selbstverständlich bin ich für vielerlei Themen engagiert.
Heute möchte ich den Erlös aus der Versteigerung Gerda zu Weihnachten schenken, die ich bei meiner ersten Etappe kennenlernte.

Warum nicht einmal einem Menschen aus unserer Mitte einen „warmen Segen“ zukommen lassen?
Wusstet ihr, dass Schenken ähnliche Glücksgefühle auslöst und Glückshormone freisetzt, wie beim Beschenkten selbst?
Ihr seht, so ganz uneigennützig ist es auch für mich nicht.
Diese Glückshormone setzen sich jetzt schon frei.

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Unser Team vom Wertstoffhof

Am Samstag wurde ich zu unserem Wertstoffhof Dietzenbach gebracht.

Karl Preis war mir behilflich und ließ sich trotz Hochbetrieb fotografieren.
Diese Bilder gehen in die Annalen ein!

Wer konnte ahnen, dass diese Etappe so spannend wird… Read More

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Sanitätshaus Löhr

Mut ist nicht das laute Gebrüll,
sondern die leise Stimme am Ende des Tages die flüstert….
morgen versuche ich es wieder.

Nunmehr bin ich zu Gast bei den Eltern von Julia Löhr vom Sanitätshaus Löhr.

Julia lernte ich als engagierte Frau kennen und erlebe sie in beeindruckende Art und Weise.

Nunmehr bin ich zu Gast im Sanitätshaus Löhr in der Wilhelm-Leuschner-Straße und sitze an einem gemütlichen Tisch Ronald Löhr gegenüber.
Zwischen Rollatoren, Gehhilfen und sonstigen orthopädischen Produkten steht ein schöner Tisch mit zwei Bänken. Wären da nicht die Waren eines Sanitätshauses, könnte man sich vorstellen irgendwo nett bei einer Tasse Kaffee zu sitzen, welche ich auch gleich angeboten bekam.

Ich stellte meine erste Frage: „Seit wann besteht euer Sanitätshaus,“ und wurde mit dieser banalen Frage dieser Familie nicht gerecht.

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Unsere Giggelschers – Tradition seit 1927

Titelbild GiggelZum 1. Mai und zum Vatertag ist es Pflicht zu den Dietzebacher Giggelschers zu fahren. So auch ich.
Auf dem Fahrrad, bei warmen Temperaturen des Frühlings, wird sich auf den Weg gemacht.
Der Weg ist wie eine weitere Tradition festgelegt und führt durch Dietzenbach über die Angler zu den Giggelschers.
Alljährlich absolvieren die Dietzenbacher meist sportlich mit dem Rad diesen Rundparcour und wird mit hoch die Tassen im Kreise der Dietzenbacher honoriert….

Unsere Giggelschers bieten aber weitaus mehr…. Read More